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Pause

Nach­dem ich wie­der in Deutsch­land lebe und mein Auf­ent­halt in Madrid Ver­gan­gen­heit ist, gibt es hier erst­mal nicht viel zu erzäh­len. Spa­nisch ler­ne ich aktu­ell nur neben­her durch Fil­me oder Seri­en. Ich wer­de aber sicher­lich noch oft Male nach Spa­ni­en flie­gen (even­tu­ell schon 2012 wie­der) und lang­fris­tig sicher­lich auch nach Süd­ame­ri­ka. Zu die­sen Zei­ten wer­de ich die­ses Blog wie­der aktiv nut­zen — oder schon ab und zu frü­her, sobald ich mich wie­der aktiv mit der Spa­ni­schen Spra­che aus­ein­an­der­set­zen wer­de. (Wobei ich aktu­ell mei­nen Fokus auf dem Ler­nen von Por­tu­gie­sisch habe.)

Aktu­ell ist hier also Pau­se. Abon­nie­re den RSS-Feed, um dar­über infor­miert zu wer­den, sobald es hier etwas neu­es geben wird oder fol­ge mir auf einem der ande­ren Blogs bzw. Kanä­le, auf die du über mei­ne Haupt­sei­te andreas-klingler.de gelan­gen kannst.

Qualitätsindikatoren für Bars und Restaurants

Das Aus­ge­hen in die all­ge­gen­wär­ti­gen Bars und Restau­rants gehört in Spa­ni­en zum All­tag. Das ist auch gera­de des­halb mög­lich, weil Bar-Besu­che und „nor­ma­le” Geträn­ke und Spei­sen dort in der Regel nicht teu­er sind. Gera­de in Regio­nen mit vie­len Tou­ris­ten gibt es jedoch vie­le Tou­ris­ten­fal­len, die teu­er und / oder schlecht sind. Im Lau­fe der Zeit habe ich ein Auge dafür bekom­men, wel­che Eigen­schaf­ten auf eine gute Bar hin­wei­sen. Die­se haben mir beson­ders in den letz­ten Mona­ten stark gehol­fen. Sie sind natür­lich ohne Gewähr für den kon­kre­ten Ein­zel­fall.

  • Je dre­cki­ger es unter dem Tisch ist, des­to bes­ser. Ja, das hört sich erst mal komisch an. In den „typi­schen” gute, spa­ni­schen Bars ist das aber fast immer der Fall gewe­sen. In den Tou­ris­ten­fal­len ist hin­ge­gen immer alles sehr sau­ber.
  • Es kann ein schlech­tes Zei­chen sein, wenn man gro­ße Wer­bung für Pael­la ent­deckt. Pael­la stammt aus Valen­cia und wird pri­mär dort geges­sen. (Für die­se Regi­on gilt die­ser Hin­weis also natür­lich nicht.) Gro­ße Hin­weis­schil­der für Pael­la sind mei­ner Erfah­rung nach ein gutes Zei­chen für (Tief­kühl-) Tou­ris­ten­ge­rich­te. Ich habe sie auch prak­tisch immer nur in Tou­ris­ten­hoch­bur­gen gese­hen. (In Valen­cia war ich bis­her noch nicht.)
  • Vor­sicht vor gedeck­ten Tischen. Wenn ein Tisch bereits fer­tig gedeckt ist, wird oft eine Pau­scha­le für das Gedeck berech­net (1−2 Euro, auf den Begriff cubier­to in der Spei­se­kar­te ach­ten.)
  • Wenn man nur eine Klei­nig­keit essen will, soll­te es in der Bar eine Bar geben. Dort gibt es in der Regel auch typi­sche und güns­ti­ge Gerich­te wie Boca­dil­los, Tor­til­las oder Tapas. Oft kann man dort auch die Men­ge wäh­len. Also etwa eine „Tor­til­la Españo­la” als „Tapa” (wenig auf einem klei­nen Tel­ler, dafür sehr güns­tig), „1/2 Ración” (mitt­le­rer Tel­ler) oder Ración (viel!) bestel­len.

Zusätz­lich soll­te man natür­lich noch auf all­ge­mei­ne Eigen­schaf­ten ach­ten; etwa, dass ein Restau­rant wahr­schein­lich nicht so gut ist, wenn die Spei­se­kar­te sehr umfang­reich ist (was oft auf Tief­kühl­ge­rich­te hin­aus­läuft). Wenn mir noch wei­te­res dazu ein­fal­len soll­te, wer­de ich die­sen Bei­trag aktua­li­sie­ren. Wenn dir dazu etwas ein­fällt, schrei­be es doch gleich als Kom­men­tar dazu.

Wieder zu Hause

Das war’s. Wo ist die Zeit hin­ge­gan­gen? Ich bin doch erst vor ein paar Wochen nach Madrid gezo­gen, oder?! Ich bin wie­der zu Hau­se.

Es ist ein komi­sches Gefühl; eine Mischung aus Tren­nungs­schmerz von einer Stadt und vie­len wun­der­ba­ren Men­schen, die ich ken­nen­ler­nen durf­te, und dem guten Gefühl, wie­der in ver­trau­ter Umge­bung zu sein. Mit eben­falls vie­len wun­der­ba­ren Men­schen, auf die ich mich min­des­tens genau­so freue, wie ich es bedau­re, hier ande­re Men­schen „zurück zu las­sen” (?). Es ist trau­rig zu gehen und schön, wie­der zu kom­men. Komisch.

Aber es ist auch nicht wirk­lich ein „har­tes Ende”. Ich wer­de sicher­lich noch etli­che Male nach Madrid flie­gen und dort vie­le Leu­te wie­der­se­hen. Zudem freut es mich, dass eini­ge dem­nächst nach Deutsch­land kom­men wer­den, für Prak­ti­ka und um zu arbei­ten. Arbeit gibt’s in Spa­ni­en ja aktu­ell nicht gera­de aus­rei­chend, beson­ders für jun­ge Men­schen. Ich wer­de hier also schon in eini­gen Mona­ten eini­ge Men­schen wie­der­se­hen — die sogar um die Ecke im Rhein-Main-Gebiet woh­nen wer­den. Eine wird wahr­schein­lich sogar in Darm­stadt arbei­ten. Prak­tisch! 🙂

Die­ses Blog wer­de ich wei­ter­füh­ren. Ich habe noch vie­le Noti­zen, aus denen Bei­trä­ge ent­ste­hen sol­len. Ich ärge­re mich etwas über mich selbst, dass ich im Juni nicht mehr die Zeit und Lust gefun­den habe, dass alles noch zu schrei­ben. Naja.

Einen aus­führ­li­chen Rück­blick will ich noch schrei­ben. Die Zusam­men­fas­sung wird sein: Es hat sich alles gelohnt. Und es war ins­be­son­de­re eine exzel­len­te Ent­schei­dung, alles ohne „Hil­fe” des Fach­be­reichs selbst zu machen.

Jetzt brau­che ich erst mal etwas Ruhe zur „Neu­or­ga­ni­sa­ti­on”. Zum Ankom­men in „der Ver­gan­gen­heit” (von der Umge­bung her). Irgend­wie fühlt es sich so an. Dabei wird die Zukunft auch in „alter Umge­bung” sicher­lich nicht mehr so wer­den, wie die Ver­gan­gen­heit dort war. Naja. Mal sehen.

Benutzbare WLAN-Sicherheit

Schon als ich hier ankam, fiel mir auf, dass die pri­va­ten WLAN-Netz­wer­ke hier fast alle pass­wort­ge­schützt sind. In Deutsch­land sehe ich gefühlt deut­lich häu­fi­ger offe­ne Wlan-Net­ze. (Wenn auch mitt­ler­wei­le nicht mehr so vie­le wie vor eini­gen Jah­ren.)

In der Woh­nung eines Bekann­ten sah ich mir einen WLAN-Rou­ter mal an. Auf der Unter­sei­te befand sich ein Auf­kle­ber des Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­an­bie­ters mit dem Netz­werk­na­men und einem sehr lan­gen Pass­wort. Benut­zer bekom­men ihn so und müs­sen ihn nur anschlie­ßen und die Zugangs­da­ten abtip­pen. Tol­le Idee! Jetzt weiß ich auch, war­um die Netz­werk­na­men hier meist so „unkrea­tiv” sind.

In Deutsch­land ken­ne ich das gar nicht, zumin­dest nicht von den drei Anbie­tern, bei denen ich das Ver­fah­ren ken­ne. Es ist ein gutes Bespiel für benutz­ba­re IT-Sicher­heit.

Webfilter und Fremdsprachen

Wie schon geschrie­ben gibt es hier an unzäh­li­gen Orten offi­zi­ell offe­ne Wlan-Net­ze. Hin­ter man­chen arbei­ten auch Web­fil­ter, was ja durch­aus nach­voll­zieh­bar ist. Vor kur­zem hat es mich schlim­men Fin­ger sogar erwischt:

Ich habe kei­ne Ahnung, auf was der Fil­ter auf die­ser Sei­te „p-rn-gr-phi­sches” (ich will das Reiz­wort jetzt aber auch nicht hier in mei­nem Blog ste­hen haben *g*) gefun­den haben will. Nach die­ser Mel­dung ging län­ge­re Zeit gar nix mehr. Der Web­fil­ter hat anschlie­ßend fast sämt­li­che Ports zuma­chen las­sen. Am nächs­ten Tag ging zum Glück wie­der alles, sonst hät­te ich mal bestimm­te neue Voka­beln gelernt und wäre zu einem Ser­vice-Büro von EMT (seman­tisch kor­rekt über­setzt sind das in etwa die „Stadt­wer­ke Madrid”) gegan­gen.

Dabei ist mir etwas neu­es auf­ge­fal­len: Web­fil­ter sind ver­mut­lich für sehr vie­le oder gar die meis­ten Sei­ten des Webs blind: Näm­lich wenn sie in einer „ande­ren” Spra­che geschrie­ben sind. Gut, das betrifft wahr­schein­lich über­all nur eine Min­der­heit, aber wenn man mehr­spra­chig ist, kann man wahr­schein­lich vie­le Fil­ter so aus­trick­sen.

Oder es läuft anders­her­um und man hat Pech, das in der eige­nen Spra­che Zei­chen­ket­ten vor­kom­men, die dem Web­fil­ter in sei­ner Ziel­spra­che nicht gefal­len… 🙁

Zwischen Zug und Flugzeug

Die Ver­kehrs­mit­tel für den öffent­li­chen Per­so­nen­nah­ver­kehr sind hier die glei­chen wie in Deutsch­land. Für den Fern­ver­kehr gibt es aber nicht nur Flug­zeu­ge und Eisen­bah­nen, son­dern auch Fern­bus­se.

Die­se Gat­tung des Fern­ver­kehrs hat­te ich anfangs über­haupt nicht im Sinn, als ich mich nach Rei­se­mög­lich­kei­ten von Madrid aus infor­mier­te. Wäh­rend in Spa­ni­en (und angeb­lich auch in Ita­li­en) die­ses Ver­kehrs­mit­tel stark genutzt wird, ist es mir in Deutsch­land prak­tisch unbe­kannt. Die ein­zi­gen Fern­bus­fahr­ten, die ich dort unter­nahm, waren „Spe­zi­al­fahr­ten” zu bestimm­ten Zie­len wie Frei­zeit­parks.

Nach­dem ich vor­hin einen Arti­kel über ein Inter­view mit dem Ver­kehrs­mi­nis­ter auf Spie­gel Online gele­sen habe, weiß ich jetzt auch, wie­so: Die Ein­rich­tung von Fern­bus­li­ni­en ist in Deutsch­land prak­tisch ver­bo­ten! „Prak­tisch” heißt in die­sem Fall laut dem Arti­kel Fern­bus­li­nie in der Wiki­pe­dia, dass Fern­bus­li­ni­en nicht in Kon­kur­renz zum Schie­nen­ver­kehr ste­hen dür­fen. Wenn also in einer Gegend wenigs­tens ein Bahn­hof alle zwei Stun­den einen Zug begrüßt, darf dort kei­ne Fern­ver­kehrs­bus­li­nie hal­ten. (Dar­aus folgt unmit­tel­bar: Kei­ne Kon­kur­renz!)

Jetzt ist mir auch klar, wes­we­gen die Deut­sche Bahn in eini­gen Gegen­den selbst Bus­li­ni­en betreibt: Die wol­len kei­nes­falls Kon­kur­renz ent­ste­hen las­sen, die dazu füh­ren könn­te, dass Unter­neh­men her­an­wach­sen, die irgend­wann poli­ti­schen Druck zur Auf­he­bung des Ver­bo­tes erzeu­gen könn­ten.

Wobei ich die Argu­men­te mit den ver­stopf­ten Auto­bah­nen ja durch­aus ver­ste­he, unter denen Fern­ver­kehrs­bus­se auch zu lei­den hät­ten. War­um das in ande­ren Län­dern funk­tio­niert bezie­hungs­wei­se zu funk­tio­nie­ren scheint, weiß ich nicht.

Ich fin­de es hier jeden­falls sehr gut, noch etwas zwi­schen Zügen und Flug­zeu­gen zu haben. Allei­ne, weil Zug­fahr­ten hier sehr teu­er sind. (Gut, in Deutsch­land viel­leicht auch…) So teu­er sogar, dass ich bei mei­ner Rei­se­pla­nung fest­ge­stellt habe, dass es in jedem ein­zel­nen Fall deut­lich teu­rer wäre, nicht mit dem Flug­zeug zum Ziel zu rei­sen (dabei liegt Madrid schon mit­ten im Land!) — und Bil­lig­flie­ger habe ich mir noch gar nicht ange­schaut! Bus­fern­rei­sen wer­de ich hier jeden­falls die nächs­ten Mona­te sicher­lich noch eini­ge unter­neh­men.