Mit Sprache gekennzeichnete Beiträge

Effektives Lernen unregelmäßiger Verben

Zum Ler­nen der unre­gel­mä­ßi­gen Ver­ben benut­ze ich seit gut einem Jahr ein (für mich) sehr effek­ti­ves Sys­tem, dass ich im fol­gen­den kurz beschrei­be. (Um es nicht jedes­mal von vor­ne erklä­ren zu müs­sen. 🙂 ) Die hier ange­bo­te­nen Bei­spiel­da­tei­en sind auf Spa­nisch aus­ge­legt, aber kön­nen prin­zi­pi­ell belie­big geän­dert und an die Eigen­schaf­ten ande­rer Spra­chen ange­passt wer­den.

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Das Wichtigste zum Schluss

Ich habe mich kürz­lich mit einer Per­son, die auch als Dol­met­sche­rin für Spa­nisch, Deutsch und Eng­lisch arbei­tet, unter­hal­ten. Dabei ging es auch um eine Beson­der­heit der deut­schen Spra­che, die es erschwert, aus dem Deut­schen mög­lichst simul­tan ins Spa­ni­sche oder Eng­li­sche zu über­set­zen: Der Posi­ti­on des Verbs.

Es gibt im Deut­schen vie­le Satz­kon­struk­tio­nen, bei denen das Verb erst ganz am Ende, nach einer lan­gen Auf­zäh­lung, Ein­schü­ben (egal, wie wich­tig sie auch sein mögen) oder ande­ren Anmer­kun­gen nach lan­ger Zeit end­lich kommt. Und was sich Dol­met­scher dann alles mer­ken dür­fen, da man im Spa­ni­schen und Eng­li­schen das Verb in der Regel rela­tiv weit vor­ne, also vor allen ande­ren Infor­ma­tio­nen, die in dem Satz im Deut­schen rela­tiv weit vor­ne ste­hen, braucht.

Irgend­wo im Web (ist schon lan­ge her, daher habe ich jetzt kei­ne Quel­le mehr :-/) laß ich mal, dass die­ses Phä­no­men auch damit zu tun haben könn­te, dass sich Deut­sche oft aus­re­den las­sen und beson­ders Spa­ni­er und Ita­lie­ner sich schnell ins Wort fal­len. (Wie es hier­bei mit den Eng­län­dern aus­sieht, weiß ich nicht.) Denn im Deut­schen kann man oft nicht wirk­lich rein­re­den, wenn die Satz­aus­sa­ge so lan­ge auf sich war­ten lässt. Im Spa­ni­schen ist die Aus­sa­ge rela­tiv schnell klar, sie kann mit zuneh­men­der Län­ge des Sat­zes zwar prä­zi­siert, aber kaum noch umge­dreht wer­den. Inter­es­san­te Theo­rie…

Bei dem Gespräch fiel mir übri­gens fol­gen­des Video von Hen­nig Wehn dazu ein.

Beson­ders zum Lachen und Wei­nen gera­de für Dol­met­scher ist sicher­lich auch Long and Win­ding Words. Die wei­te­ren Fol­gen sind auch sehens­wert.

Tandem-Vermittlung: Neuzeit gegen Steinzeit

Nach­dem ich mich nun auch auf eini­gen Sei­ten der loka­len Uni­ver­si­tä­ten bewe­ge, kommt es mir so vor, als ob die Offen­heit dem Netz gegen­über hier nicht nur bei Infor­ma­tik-nahen Ein­rich­tun­gen vor­han­den ist. Ganz her­vor­ra­gend fin­de ich bei­spiels­wei­se die Ver­mitt­lungs­platt­form für Tan­dem-Part­ner der Uni­ver­si­tät Comp­lu­ten­se. Hier hat das Spra­chen­zen­trum mal schnell eine Web 2.0-Plattform ein­ge­rich­tet (gut, über einen exter­nen Dienst, aber trotz­dem):

Ich habe mich neu­lich mal gefragt, was Stu­den­ten in Darm­stadt machen wür­den (an einertech­ni­schen (!) Uni­ver­si­tät), um Tan­dem-Part­ner zu fin­den. Das Ergeb­nis war das hier:

<satire>Aber immer­hin kann man sich bereits per E-Mail und nicht per Brief­post in eine manu­el­le Lis­te eintragen.</satire>

Nein, ernst­haft. Ich ver­mu­te in die­sem Fall, dass im Spra­chen­zen­trum der TUD schlicht die Kennt­nis­se für die Nut­zungs­mög­lich­kei­ten von sozia­len Net­zen nicht vor­han­den sind. (Dass man das noch auf wei­te­re Net­ze aus­deh­nen kann, soll­te ja offen­sicht­lich sein.) Die TU Darm­stadt krankt sowie­so dar­an, dass sie als Insti­tu­ti­on unglaub­lich viel Kom­pe­tenz beinhal­tet, die aber sehr oft nicht genutzt wird. Gera­de wir am Fach­be­reich Infor­ma­tik Stu­die­ren­den hat­ten die letz­ten bei­den Jah­re ja über die Reiz­wör­ter „Kom­pe­tenz”, „Ver­wal­tung”, „Cam­pus­Net” und „TuCan’t” genug zu lachen bezie­hungs­wei­se zu heu­len. Aber das ist wahr­schein­lich ein grund­sätz­li­ches Pro­blem gro­ßer Orga­ni­sa­tio­nen und Ein­rich­tun­gen.

Auf der ande­ren Sei­te fin­de ich es ein wei­te­res typi­sches Bei­spiel dafür, dass man hier schnell anfängt, das Poten­ti­al neu­er Medi­en für den eige­nen Arbeits- und Lebens­be­reich aus­zu­lo­ten und dann auch zu Nut­zen. Nach den Erfah­run­gen, die ich bis­her mit eini­gen Ver­wal­tun­gen an der TU wie an Schu­len gemacht habe, kann ich mir solch eine Offen­heit dort über­haupt nicht vor­stel­len.

Verwendung von „lo”

Mit lo kann man Adjek­ti­ve sub­stan­ti­vie­ren:

  • Lo bue­no de te es tú humor.” („Das Gute…”)
  • Lo fácil es el mane­jo.” („Das Ein­fa­che…”)

Mit lo kann man den Grad von Adjek­ti­ven aus­drü­cken:

  • Tú eres lo inte­li­gen­te que yo.” („… intel­li­gent wie…”)
  • Nece­si­to el ordena­dor lo más pron­to posi­ble.” („… so schnell wie mög­lich.”)
Hinweis Die Beiträge über Grammatik schreibe ich hier primär für mich als Kurzzusammenfassung. Da die Beiträge prinzipiell auch für andere von Interesse sein können und es keinen zusätzlichen Aufwand bedeutet, sind diese Beiträge zwar öffentlich, aber oft weder vollständig (weil ich nicht über etwas schreibe, das mir klar ist) noch mit Gewähr für deren Richtigkeit! Sprich: Wenn es dir hilft, ist es schön, ansonsten informiere dich bitte aus anderen Quellen. – Wenn du glaubst, das etwas falsch ist, darfst du es aber natürlich gerne hier kommentieren. :-)

Verwendung von ser, estar und hay

Das Verb sein wird im Spa­ni­schen durch drei Ver­ben über­setzt:

ser: unver­än­der­li­che, cha­rak­te­ris­ti­sche Eigen­schaf­ten
estar: ver­än­der­li­che, sub­jek­ti­ve Eigen­schaf­ten
hay:

  • Immer vor unbe­stimm­ten Arti­keln („¡Hay un pas­tel!”, „Qui­zá hay una estación cer­ca de aquí.”)
  • Vor Sub­stan­ti­ven ohne Arti­kel („Hay arbo­les gran­des aquí.”)
  • Vor unbe­stimm­ten Pro­no­men („Hay muchos pája­ros en el cen­tro.”)
  • Son­der­form: Die abs­trak­te Form von „tener que + <Infi­ni­tiv>” („müs­sen”) lau­tet „hay que <Infi­ni­tiv>” („man muss”), z.B. „Hay que com­prar un bil­le­te por ir al metro.”
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Die unbestimmten Pronomen

algo — nada etwas — nichts (1)
algu­i­en — nadie jemand — nie­mand (2)
algu­no — nin­gu­no irgendeine(r,s) — keine(r,s)
cualquier(a) irgendeine(r,s) (3)
todo/-a(s) alle(s)
cada jede(r,s) (4)
otro/-a(s) andere(r,s)
mismo/-a(s) der-/die-/das­sel­be/-glei­che (5)
mucho/-a(s) viel(e) (6)
poco/-a(s) wenig(e) (6)
tanto/-a(s) so viel(e) (6)
bastante(s) ziem­lich viel(e) (6)
demasiado/-a(s) zu viel(e) (6)
suficiente(s) genug (6)

Verwendung

(1) Steht nada nach einem Verb, muss vor die­sem no ste­hen.

(2) Bei der Ver­wen­dung als Akku­sa­tiv- oder Dativ­ob­jekt muss ein a davor ste­hen. Steht nadie nach einem Verb, muss vor die­sem no ste­hen.

(3) cual­quier wird nur in Sät­zen mit einem Sub­stan­tiv ver­wen­det. Exis­tiert kein Sub­stan­tiv, wird cual­quie­ra ver­wen­det. Zudem: Ersetzt cual­quie­ra eine Per­son im Akku­sa­tiv, muss ein a davor ste­hen.

(4) Unver­än­der­lich in allen Fäl­len

(5) Als Adjek­tiv passt es sich an, nach einem Adverb ist es unver­än­der­lich.

(6) Ste­hen die­se Pro­no­men vor einem Sub­stan­tiv, müs­sen sie flek­tiert wer­den. Ste­hen sie hin­ter einem Verb, sind sie unver­än­der­lich (in der Form mas­ku­lin sin­gu­lar).

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